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Eigentlich hätte die Ausgangslage für die Offenburg nicht besser sein können.

Mit zwei deutlichen Siegen aus den ersten beiden Partien und der Tabellenführung im Gepäck mussten die Miners zu den Heidelberg Hunters reisen. Die Aufgabe war klar definiert: ein weiterer Sieg musste her. Gleich von Beginn an dominierte die Nervosität das Spiel der Miners und der erste Angriffsversuch endete mit einem Ballverlust. Die Heidelberger nutzten den Fehler und erzielten umgehend ihren ersten Touchdown. Und auch der zweite Angriff ging gründlich daneben. Dieses Mal verloren die Miners nicht nur den Ball, sondern auch ihren Quarterback Thibault Wohlschlegel, der verletzt ausgewechselt werden musste, nachdem ihn ein Gegenspieler ungeblockt tackeln konnte. Die Hunters erhöhten ihre Führung postwendend auf 14:0. Somit war der Fehlstart für die Offenburger perfekt.
Headcoach Maurizio Nicci war nun gezwungen seine Taktik umzustellen, was schließlich auch Wirkung zeigte. Runningback Lucas Baum erzielte mit einem sehenswerten Lauf über 60 Yards den ersten Touchdown. Auch die Defense kam endlich ins Spiel und setzte den Spielmacher der Gäste kontinuierlich unter Druck. Dabei hatten die Heidelberger mehr als einmal Glück, dass sie den entscheidenden vierten Versuch in ein First Down verwandeln konnten. So ging es nach einem weiteren Touchdown mit 6:21 aus Sicht der Miners in die Halbzeitpause.

Nachdem die Spieler deutliche Worte für ihre bisherige Leistung zu hören bekamen, war klar, dass in Halbzeit zwei mehr kommen musste um das Spiel doch noch zu gewinnen. Doch auch die Heidelberger Coaches hatten ihr Team gut eingestellt. Nach einem missglückten Kick Off Return standen die Miners mit dem Rücken zur eigenen Endzone. Begünstigt durch eine umstrittene Schiedsrichter Entscheidung, schafft es die Hunters Defense den Ballträger weiter zurück drängen, was zu einem Safety führte. Gleich im Gegenzug erhöhten sie das Ergebnis durch einen Lauf zum Touchdown auf 6:30.

Die aufkeimende Hoffnung der Miners war nun erloschen. Zwar marschierte die Offense unermüdlich weiter übers Feld, individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten zwangen sie stets aufs Neue dazu, das Ballrecht wieder abzugeben. Auch die Defense konnte gegen das starke Heidelberger Laufspiel kein Gegenmittel finden und war in den entscheidenden Momenten nicht zur Stelle. Kurz vor Ende der Partie, als die Miners noch mal alles in die Wagschale warfen, konnte die Verteidigung der Hunters zwei weitere unnötige Ballverluste sichern und jeweils zum Touchdown zurück tragen. Somit endete die, aus Sicht der Offenburger enttäuschende Partie, mit 6:42.

Die Niederlage stellt einen großen Dämpfer für die Miners dar, die mit hohen Ambitionen in die Saison gestartet sind. Bis zum Rückspiel am 15. Juli in Offenburg bleibt den Coaches noch einige Zeit, das Team besser auf ihren Gegner einzustellen. In zwei Wochen steht ein schweres Auswärtsspiel bei den Kuchen Mammuts an.

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