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Ganz knappe Kiste - Miners unterliegen Heidelberg Hunters mit 12:20

Vergangenes Wochenende bestritten die Offenburg Miners ihr drittes von insgesamt vier Heimspielen. Dass dieses Spiel alles andere als gewöhnlich sein würde, lag vor allem an der Ausgangslage. Der Gegner, kein geringerer als der Tabellenführer und Dauerrivale Heidelberg Hunters, reiste mit einer breiten Brust an - nur eine hohe Niederlage gegen die Miners konnte ihren Aufstieg in die Verbandsliga noch verhindern.

Die rund 400 anwesenden Fans sahen eine intensive, aber faire Partie. Gleich von Beginn an wussten die Miners um ihre Minimalchance und überrannten die Heidelberger Defense mit variablen Laufspielzügen. So stand es nach zehn Spielminuten bereits 12:0 für die Offenburger Footballer, durch Touchdowns von Lucas Baum und Collins Kamara. Die jeweiligen 2-Point Conversions misslangen.

Sichtlich überrascht vom frühen Rückstand formierte sich die Heidelberger Defense neu, um besser agieren zu können. So schafften sie es erstmals die Offenburger Punktejagd zu stoppen. Als ein Fake Punt der Miners tief in der eigenen Hälfte missglückte, kamen die Gäste erstmals in eine gute Feldposition und durch einen Passspielzug zum 6:12 Anschluss. Der anschließende Extra Point Versuch ging daneben.

Infolgedessen wollte die Miners Offense ihren Vorsprung weiter ausbauen, erschwerte sich die Situation jedoch durch eigene Fehler. Zuerst wurde ein Kick-Off kurz vor der eigenen Endzone gesichert, statt den sicheren Touchback (automatischer Start an der 25 Yard Line) zu nehmen, dann resultierte der darauffolgende Spielzug in einem Ballverlust, so dass die Heidelberger Defense nur noch in die Miners Endzone laufen musste. So stand es plötzlich 12:13 (Extra Point diesmal gut) aus Sicht der Offenburger. Mit diesem Spielstand verabschiedeten sich beide Teams in die Halbzeit Pause.

Von nun an hieß es alles oder nichts für das Offenburger Trainergespann um Headcoach Maurizio Nici, wollte man die Chance auf den sicheren Aufstieg noch aufrecht erhalten. Doch trotz guter Ansätze schaffte es die Offense der Miners, bei der erstmals Quarterback Jonathan Urich aus dem U19-Team zum Zuge kam, nicht weitreichend in die gegnerische Hälfte vorzudringen. Unkonzentriertheiten und Missverständnisse sorgten immer wieder dafür, dass man das Ballrecht abgeben musste. Die Hunters nutzen diese Fehler eiskalt aus und erhöhten auf 20:12.

Als die Verteidigung der Hunters in der Schlussphase einen Pass abfangen konnte, war das die Vorentscheidung. Mit weniger als zwei Minuten Restspielzeit konnten sie nun die Uhr herunterlaufen lassen und den Sieg sicher nach Hause fahren. Nach Abpfiff gab es dann auf Seiten der Gäste kein Halten mehr und die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte wurde überschwänglich gefeiert.

Trotz der vielen vergebenen Chancen war die positive Stimmung bei den Miners ebenfalls schnell zurückgekehrt. Durch den 56:0 Sieg der Reutlingen Eagles gegen die Kuchen Mammuts haben die Offenburger den zweiten Tabellenplatz sicher. Am Samstag, den 29.07. findet dann das letzte Heimspiel der Saison 2017 statt - Anpfiff ist wie immer um 15:30 Uhr auf dem Homefield in Stegermatt.

 

Die Punkte für die Miners erzielten: Lucas Baum (6), Collins Kamara (6).

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