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Südbadenliga: SG Muggensturm/Kuppenheim – HSG Konstanz II 26:28 (12:17)

Es bleibt dabei: Die U23 der HSG Konstanz ist in der Rückrunde nicht zu bezwingen. Auch im elften Spiel in Folge blieb die Zweitliga-Reserve ungeschlagen und hat auch die schwere Hürde Muggensturm/Kuppenheim mit der besten Offensive der Liga nach zwischenzeitlicher Sieben-Tore-Führung mit 28:26 (17:12) gemeistert. Damit hat Konstanz die Tabellenführung verteidigt und ist bei nur noch zwei ausstehenden Spielen weiter auf Kurs Richtung Meisterschaft und direkter Rückkehr in die Oberliga Baden-Württemberg.

Waren vor einer Woche im Gipfeltreffen gegen den inzwischen abgelösten Spitzenreiter Hofweier noch spielerische Brillanz und allerhöchstes Tempo die siegbringenden Attribute, so mussten die Talente der HSG vor den Toren Karlsruhes nun ganz andere Qualitäten unter Beweis stellen. „Es war nicht so“, erklärt Trainer Matthias Stocker in diesem Zusammenhang, „dass wir spielerisch nicht gut waren. Gerade in der ersten Halbzeit war das sehr ordentlich.“ Doch der extrem offensivstarke und wurfgewaltige Gegner lieferte den Gästen einen heißen Schlagabtausch und einen Kampf bis zum Ende. Zwar ging die heimische SG das letzte Mal beim 2:1 nach knapp vier Minuten in Führung und die HSG setzte sich direkt auf 6:3 ab (12.). Doch in der Pause blickte Trainer Stocker in keine zufriedenen Gesichter seiner Spieler. Das Paradoxe: Stocker selbst war gar nicht unglücklich, die Spieler trotz 17:12-Führung allerdings schon. Stocker: „Wir haben sehr stark angefangen, in der ersten Hälfte gut gespielt und hervorragend verteidigt.“ Dazu kam ein erneut sehr variables, ganz schwer ausrechenbares Offensivspiel. Der starke Jonas Löffler hatte mit einem seiner sieben Treffer das 16:9 (24.) besorgt. „Die Jungs waren dann etwas enttäuscht, dass wir nicht mit sechs, sieben Toren in die Pause gegangen sind“, erklärte Stocker die Reaktion der ehrgeizigen Talente, die zuvor einige klare Chancen ausgelassen hatten.

Der HSG-Coach warnte dann vor dem, was sich in der zweiten Hälfte prompt einstellte. Muggensturm, eines der heimstärksten Teams der Liga, kam wütend und entschlossen aus der Kabine und legte deutlich zu. Konstanz hingegen baute ab, so der B-Lizenzinhaber. Die Hausherren wurden dadurch immer stabiler, aufgebaut von den HSG-Youngstern. Allen voran Jan-Philipp Valda bereitete der HSG nun großes Kopfzerbrechen. Dennoch konnten die Gelb-Blauen vom Bodensee nach dem 15:18 wieder auf 24:18 erhöhen, als Samuel Wendel nervenstrak vom Punkt traf. Marius Oßwald tankte sich dann zehn Minuten vor Schluss durch und markierte die 27:22-Führung. Die Gäste schienen auf der sicheren Seite.

Die schmerzhaften Erfahrungen aus Waldkirch, als ein Zehn-Tore-Polster in der Schlussphase aus der Hand gegeben wurde, ließen Matthias Stocker jedoch vorsichtig sein. Drei Minuten vor Schluss dann tatsächlich das 25:27! Selbst nach dem 28:25 in der letzten Spielminute war sich Stocker noch nicht sicher und zog eine bei den Gastgebern gar nicht gut angekommene Auszeit. „Das sollte nicht unfair wirken“, entschuldigte sich der 30-Jährige. „Aber nach Waldkirch wollte ich kein Risiko eingehen und das Ding unbedingt nach Hause bringen.“ Es gelang, denn mehr als den letzten Treffer (26:28) mit der Schlusssirene gelang der SG Muggensturm/Kuppenheim nicht mehr.

„Elf Tore bei neun Fehlwürfen im zweiten Durchgang zeigen, wo unsere Probleme lagen, dass es nochmal eng wird“, zeigte er fehlende Effektivität auf – wie in Waldkirch. „Der Unterschied war, dass wir in der Abwehr einen unglaublichen Willen gezeigt und guten Kampf geliefert haben. Das war ein Sieg des Kollektivs.“ Für die letzten beiden Spiele sieht er Luft nach oben, eine schwere Reifeprüfung konnte die jüngste Mannschaft der Südbadenliga dennoch bestehen und sich zwei echte Big Points sichern.

SG Muggensturm/Kuppenheim – HSG Konstanz II 26:28 (12:17)

HSG Konstanz II: Sven Gemeinhardt, Moritz Ebert (Tor); Jonas Hadlich (1), Jerome Portmann, Marius Oßwald (3), Pascal Mack, Joel Mauch, Pascal Mack, Patrick Volz (1), Samuel Löffler (4), Felix Fehrenbach, Jonas Löffler (7), Manuel Both (2), Joschua Braun (2), Samuel Wendel (8/4).

 

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