HSG schwört sich auf Relegation ein

Nach der 39:22 (20:8)-Gala gegen den HC Oppenweiler/Backnang mit stehenden Ovationen der knapp 1200 Fans herrschte in der stimmungsvollen „Schänzle-Hölle“ beste Laune allerorten. Die HSG Konstanz scheint auf dem besten Wege, für die Relegation gegen Eisenach wieder richtig in Fahrt zu kommen. Einen kurzen Moment der emotionalen Achterbahn in die andere Richtung gab es dennoch nach der Meisterehrung durch den DHB. Das letzte Heimspiel ist traditionell auch ein Anlass für Abschiede, Rückblicke und einen gemütlichen Ausklang. Zwar wurde Benjamin Schweda, der sich nach zwei Kreuzbandrissen eindrucksvoll zurück gekämpft hat und mittlerweile das U23-Team als Kapitän in der Oberliga anführt, mit nahe gehenden Worten seines ehemaligen WG-Kollegen Fabian Schlaich in die Reserve verabschiedet, dazu noch Mentaltrainer Tarek Amin und die Cheerleader. Einen feierlichen Ausklang gab es zwar auch – doch die Zeit für Rückblicke und Resümees ist noch nicht gekommen.

Kapitän Tom Wolf nahm das Mikro in die Hand und schwor Fans, Umfeld und Mannschaft nach einem Dank für die tolle Unterstützung in dieser Saison auf die nächsten Wochen ein. „Ihr wisst alle, was in zwei Wochen auf uns zukommt“, richtete der Spielmacher sich an die immer noch voll besetzte Tribüne. „Fahrt nach Eisenach. Kommt zum Heimspiel. Lasst uns noch einen abbrennen, ein RiesenFeuerwerk auf die Platte bringen und dann holen wir uns die zweite Liga hier nach Konstanz zurück.“ Die Ansage saß – und wurde mit frenetischem Applaus bedacht. Von Andreas Joas