Offenburger nehmen trotz 27:18-Niederlage gegen die Black Forest Foxes viel Positives mit
Offenburg. Die Offenburg Miners haben ihr Derby gegen die Black Forest Foxes aus Freudenstadt mit 27:18 verloren. Bei eisigen Temperaturen und anhaltendem Schneefall gelang es den Offenburgern lange nicht, zu ihrem Spiel zu finden und ihre Stärken auszuspielen. Läufe durch die Mitte blieben immer wieder in der massiven Defense der Foxes stecken, es gab Probleme bei den Snaps und beim Anwerfen der schnellen Receiver. Offenburgs rasante Richtungswechsel und das druckvolle Passpiel: alles gar nicht so einfach auf schneeglattem Kunstrasen und mit einem nassen Ball. Stattdessen dominierten auf der Birre die Freudenstädter mit ihren körperlich starken Linemen und sehr physischem Football die erste Hälfte und gingen nach zwei Touchdowns und einem Safety mit 17:0 in die Pause.
Offense Coordinator Ralf Zirbes suchte in der Halbzeit nicht die Schuld beim Wetter, sondern stellte das System um und baute sein Team wieder auf – mit Erfolg. Gleich den ersten Drive nach der Pause schloss Quarterback Lou Baum mit einem Lauf in die Endzone ab und die Offenburger witterten Morgenluft. Mit Zwei-Meter-Mann Daniel Wiegele als Center kamen die Snaps besser als noch in der ersten Halbzeit, zudem stellte der wendige Quentin Cochaux als zweiter Quarterback Freudenstadts Verteidiger vor größere Probleme und auf einmal drehte das Spiel. Nach einem sehenswerten Pass auf Keven Deschamps stand es 17:12 und als Deschamps dann erneut anspielbereit in der Endzone stand, hatten viele schon einen Jubelschrei auf den Lippen – doch den Foxes gelang es, Deschamps noch vor dem Fangen des Balls zu Boden zu reißen, ohne dass dies von den Referees als Foul gewertet worden wäre. Keine PI, keine Punkte – also war wieder die Defense gefragt, die gegen Freudenstadts Quarterback und dessen zwei schnelle Receiver einen schweren Stand hatte.
Erneut scorten die Schwaben und zogen fünf Minuten vor dem Ende erst mit 24:12 und mit einem Fieldgoal nach einer Interception in der Miners-Hälfte sogar mit 27:12 davon. Wieder aber bewiesen die Offenburger Moral, als Receiver Keven Deschamps seinen Verteidigern beim Touchdown zum 27:18 noch einen Knoten in die Beine lief. Reichte aber am Ende nicht, denn den Offenburgern lief die Zeit davon. „Eine herbe Niederlage“, kommentierte Coach Zirbes nach einem harten Spiel. „Aber vielleicht eine, die zur rechten Zeit kommt. In der Landesliga wird uns nichts geschenkt und das ist es, was wir hier heute mitnehmen. Wir werden die Zeit bis zum Rückspiel nutzen und dann sehen wir mal, wer am Ende die Nase vorn hat.“
