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  Fußball Frauen  1. Bundesliga Frauen Fußball  Auswärtspunkt beim Bundesligastart im Norden
1. Bundesliga Frauen Fußball

Auswärtspunkt beim Bundesligastart im Norden

Michael FisslerMichael Fissler—24. August 2026

Die Frauen des SC Freiburg haben zum Auftakt der neuen Saison in der Google Pixel Frauen-Bundesliga beim Hamburger SV 1:1 (0:0) gespielt. Nicole Ojukwu (63.) traf zur Führung für die SC-Frauen, Nikola Karczewska (72.) zum Ausgleich für die Hanseatinnen. Freiburg, 23. August 2026 Für SC-Trainer Marco Konrad war die Partie im Volksparkstadion zugleich sein erstes als Cheftrainer der SC-Frauen – und sein erstes als Coach in der Frauen-Bundesliga. Schon ein wenig länger, aber auch noch nicht allzu lange, seit April dieses Jahres, fungiert als Trainer des Hamburger SV mit Rodolfo Cardoso ein alter Bekannter. Der frühere argentinische Profi spielte von 1993 bis 1995 für den SC Freiburg in der Bundesliga und eroberte dabei nicht wenige SC-Fanherzen. Mit der Punkteteilung beim Wiedersehen mit seinem früheren Club konnte Cardoso sicherlich weniger gut leben, aber auch sein neuer Freiburger Kollege war mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden. „Es war durchaus drin, hier zu gewinnen. Wir haben richtig gute Phasen gehabt, haben die Hamburgerinnen aber selber wieder stark gemacht, wenn wir passiver wurden“, sagte Konrad. „Am Ende lag es an uns, weil wir nicht mutig genug waren, nicht mit genügend Überzeugung aufgetreten sind und den Gegner nicht genügend bespielt haben, um mehr Fehler zu erzwingen. Wenn wir das gemacht haben, hat Hamburg immer Schwierigkeiten gehabt. Das bis zum Ende durchzuspielen, ist natürlich auch eine Qualität, die wir uns im Training weiter erarbeiten müssen.“ Im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart bei der Punktspiel-Generalprobe hatte Konrad seine Startelf auf drei Positionen verändert. Anstelle der fehlenden Nia Szenk (muskuläre Beschwerden) begann Emma Memminger in der Viererabwehrkette. Darüber hinaus rückte im zentralen Mittelfeld Ilayda Açıkgöz an die Seite von Nicole Ojukwu. Maj Schneider spielte dafür in der Offensive, zu der auch wieder Lisa Kolb gehörte. Die SC-Frauen starteten somit zunächst mit vier Neuzugängen in die Partie. Für Torhüterin Anna Reimann und Emma Memminger war es zugleich das Debüt in der Bundesliga. Neben Szenk fehlten beim Saisonauftakt die Langzeitausfälle Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle schwanger) und Zoe Schick (Kreuzbandriss). Auch Tessa Blumenberg (Reha) und Nora Scherer (Aufbautraining) standen nicht zur Verfügung. Der Sport-Club begann im größten Stadion der Liga mutig, druckvoll und sehr präsent. Ein erster Distanzschuss von Vojteková ging am Tor vorbei. Kurz darauf bot sich Schneider nach einem Hamburger Abspielfehler die erste gute Chance, doch Torhüterin Kinga Szemik wehrte den Schuss ab (5.). Die frühe Kontrolle der Partie ergänzten Passsicherheit und Spielfreude, während die Gastgeberinnen sich zunächst schwer taten, zu eigenen Offensivaktionen zu kommen. Erst als Reimann nach einer Viertelstunde weit vor dm Strafraum klärte, versuchte es Paulina Bartz mit einem Überraschungsschuss aus der Distanz, der das Tor jedoch verfehlte. Die Partie war zunehmend auch von intensiven Zweikämpfen geprägt, der Sport-Club behauptete jedoch seine Spielkontrolle und blieb im Spiel nach vorne deutlich aktiver, häufig auch über Kapitänin Lisa Karl, die diesmal auf der rechten Bahn unterwegs war. Weitere klare Torchancen konnten sich die SC-Frauen zunächst aber SEITE 1 VON 3 SC FREIBURG / PRESSEMITTEILUNG nicht erarbeiten. Auch die Hamburgerinnen agierten mittlerweile aktiver, wirkliche Gefahr für das eigene Tor ließ die stabile SC-Defensive aber nicht aufkommen. Die nächste Möglichkeit für den Sport-Club eröffnete eine Flanke von Alena Bienz, di aber für Luca Birkholz im Zentrum etwas zu hoch geriet (35.). Wenig später wurde auf der Gegenseite ein Schuss von Melina Krüger noch durch Alina Axtmann geblockt. Auch die HSV-Frauen hatten sich mittlerweile ins Spiel hineingearbeitet, das in der Schlussphase der ersten Hälfte weitgehend ausgeglichen war – mit leichten Vorteilen für die Gastgeberinnen, was eine letzte Kopfballmöglichkeit für HSV-Stürmerin Nikola Karczewska unterstrich. Neue Energie war deshalb auf Freiburger Seite nach dem Wiederanpfiff gefragt. Personell reagierte Trainer Marco Konrad aber noch nicht. In Distanzschuss von Ojukwu war der erste Abschluss in der zweiten Halbzeit. Der Sport-Club wurde jetzt wieder aktiver und versuchte, zu weiteren Möglichkeiten zu kommen. Die letzte Zielstrebigkeit fehlte den SC-Angriffen aber noch. Im Anschluss an einen Eckball landete ein Heber von Memminger auf dem Tornetz (56.). Gefährlicher wurde ein Konter tief aus der eigenen Hälfte über Memminger, doch die finale Hereingabe von Karl auf Birkholz wurde von einer HSV-Verteidigerin noch abgefangen. Nach einer Stunde köpfte dann Karl nach einer Flanke von Birkholz über das Tor. Die SC-Stürmerin wiederum hätte unmittelbar darauf zur Führung treffen können, erwischte aber freistehend die Hereingabe von Bienz nicht. Der erste Freiburger Saison-Torjubel folgte dennoch kurz darauf – nach einem Standardtor. Ojukwu trat an der linken Strafraumseite zum Freistoß an und überlistete Torhüterin Szemik mit einem Schuss durch die Mauer in die kurze Ecke (63.). Mit Sabah Seghir kam anschließend ein weiterer Neuzugang zum Debüt im SC-Trikot. Auch Selina Vobian kam neu in die Partie, in der die Gastgeberinnen versuchten, den Rückstand wettzumachen. Dies gelang den Hamburgerinnen schließlich nur neun Minuten nach der SC-Führung. Nach einer Flanke von Jonna Wrede traf die im Strafraum postierte Karczewska mit einem Linksschuss ins lange Eck (72.). Die Begegnung blieb weiter umkämpft und die HSV-Frauen blieben druckvoll. Lena Martens traf nach einem Vorstoß das Außennetz (79.). Für den Sport-Club gaben auch die vom FC Basel gekommene Sabah Seghir und die österreichische Nationalspielerin Carina Brunold ihr Bundesligadebüt. Und fast hätte Ojukwu mit einem weiteren Freistoß aus ähnlicher Position erneut zur Führung getroffen (85.). Diesmal wehrte Szemik den Ball mit den Fäusten ab –möglicherweise sogar knapp hinter der Linie, was durch die Fernsehbilder aber nicht vollständig aufzulösen war. Drei Minuten später ging ein Kopfball von Brunold knapp über das Tor. Der Lucky Punch sollte am Ende keinem der beiden Kontrahenten mehr gelingen. Kurz vor dem Schlusspfiff kamen dann auch noch Amira Arfaoui und Borbála Vincze zum SC-Kurzdebüt, an dessen Ende der erste Saisonpunkt mit dem SC Freiburg stand. „Jetzt werden wir dieses Spiel analysieren, um die richtigen Lehren daraus für die kommenden Aufgaben zu ziehen“, erklärte Marco Konrad. Zum ersten Heimspiel in der neuen Saison trifft der SC Freiburg am kommenden Samstag, den 29. August, auf den 1. FC Union Berlin. Anpfiff im Dreisamstadion ist um 12 Uhr.

SC FreiburgHamburger SV
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