Beim Topteam TV Weilstetten blieb die dezimierte Mannschaft ohne Punkte (29:37).
Die Lage im Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga bleibt weiter schwierig für die Drittliga-Reserve. Während Herrenberg mit einem Heimsieg bis auf drei Punkte herankam, misslang den HSG-Talenten der Start in die Partie auf der Schwäbischen Alb. Nach vier Minuten jubelte der TVW über ein 4:1. Danach stabilisierten sich die Konstanzer und drehten die Begegnung mit einem sehenswerten 7:1-Lauf zum 8:5 auf ihre Seite. Es folgte die Auszeit des sportlichen Aufstiegskandidaten, der vier Punkte am Grünen Tisch verlor.
Doch die Gelb-Blauen marschierten unbekümmert weiter. Nach 20 Minuten erhöhte Felix Weinschenk auf 12:8 für seine Farben. Mit einer kompakten Defensive stellte die HSG den Gegner vor große Herausforderungen und fand auch die passenden Antworten auf die Umstellung des Gegners auf den siebten Feldspieler. Nach Ballgewinnen ging es schnell nach vorne, wo sich vor allem Quirin Köble als pfeilschneller Verwerter zeigte. „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt“, lobte Trainer Claudio Kupferschmied. Die beherzte Vorstellung wurde mit dem 15:15-Pausenstand belohnt, auch wenn der HSG-Coach die vertanen Chancen zur Führung erneut an zu schnellen und unvorbereiteten Abschlüssen festmachte.
Auch in Durchgang zwei wollte die HSG-Reserve mit einer guten Helferkette die starken Eins-gegen-Eins-Spieler wie den bundesligaerfahrenen Spielmacher Jan Bitzer stoppen. Dieser kam letztlich auf zehn persönliche Tore. In der 38. Minute waren die Gäste weiter auf einem guten Weg zu einem wertvollen Punktgewinn. Lukas Weiss glich vom Kreis zum 20:20 aus, musste aber kurz darauf für zwei Minuten auf die Strafbank. „Wir haben es dann nicht mehr ganz so konsequent verteidigt wie in der ersten Halbzeit“, resümierte Kupferschmid und sah wie seine Mannschaft wieder klare Torchancen ausließ – und dafür die Quittung bekam. Drei torlose Minuten führten sofort zum 24:20 für Weilstetten. Sechs weitere Minuten ohne eigenen Torferfolg hatten das 28:22 nach 49 Minuten zur Folge. „Das war dann schwierig beim Tabellendritten. Wirklich schade nach der guten ersten Hälfte“, so der HSG-Coach.
HSG Konstanz U21: Adrian Lehmann (1), Konstantin Pauli (beide Tor); Felix Weinschenk (1), Quirin Köble (9/4), Johannes Binder (1), Niklas Schmid (6), Henrik Ingenpaß, Lucas Farias-Veeser (3), Luca Lebherz (2), Linus Meinhardt (1), Mats Krawietz, Bastian Romer, Luka Weiss (1), Cedric Zenz, Benedikt Baumann (4).
