Die U21 der HSG Konstanz befindet sich mitten in der Vorbereitung auf die nächste Saison in der Oberliga Baden-Württemberg. Neuer Trainer ist seit dem Vorbereitungsstart Felix Kugler, der zuletzt beim HSC Kreuzlingen die erste Herrenmannschaft in der dritthöchsten Liga verantwortete.
Erfahrungen auf höchstem Niveau in der Schweiz
Zuvor war der B-Lizenzinhaber eineinhalb Jahre Co-Trainer der ersten Damenmannschaft in der höchsten Liga (SPL1) und ein halbes Jahr Cheftrainer. Der 29 Jahre alte gebürtige Friedrichshafener spielte früher selbst Handball bei seinem Heimatverein HSG Mimmenhausen/Mühlhofen und war schon vor seiner insgesamt dreijährigen Tätigkeit in der Schweiz dort im Jugendbereich als Trainer aktiv. „Ich freue mich sehr darauf, in einem professionellen Umfeld zu arbeiten“, erklärt Kugler und hebt in diesem Zusammenhang die Arbeit mit „jungen talentierten Spielern“ hervor, die „leistungsbereit sind, Ziele verfolgen und sich weiterentwickeln möchten.“
Junger und ehrgeiziger Trainer passt perfekt zur HSG
Die bisherigen Eindrücke, die das noch einmal verjüngte Team in der Vorbereitung hinterließ, stimmen positiv. Zusammen mit Co-Trainer Claudio Kupferschmid feierte der neue Übungsleiter die ersten Testspiel-Erfolge und bastelt mit einigen Verstärkungen aus dem eigenen Nachwuchs und von anderen Vereinen an einer schlagkräftigen Mannschaft. Für den Sportlichen Leiter Benjamin Schweda läuft der Austausch zwischen erster Mannschaft, U21 und U19 hervorragend. Die Wege sind schließlich kurz: Mit Head Coach Ralf Bader stand Kugler bereits in Kreuzlingen im steten engen Austausch, die U19 wird von seinem jüngeren Zwillingsbruder Dennis Kugler geleitet. Schweda: „Felix ist ein junger und ehrgeiziger Trainer, der perfekt zu unserer U21 und unserer Ausbildungsphilosophie passt. Wir konnten in den ersten Wochen schon sehen, wie gut der Austausch zwischen erster Mannschaft, U21 und U19 läuft.“ Gerade einige U19-Spieler nehmen regelmäßig am Training teil und sollen frühzeitig in den Aktivenbereich integriert werden, einige Talente der U21 spielten zuletzt in der ersten Mannschaft gut mit.


Intensiver Austausch mit Bader und Zwillingsbruder
Kugler selbst möchte sich als junger Trainer stetig weiterentwickeln. „Den regelmäßigen Austausch mit Ralf und Dani schätze ich sehr. Dieser bringt immer wieder neue Ideen und Impulse“, sagt der neue U21-Trainer, der bei den beiden letzten Testspielen Daniel Eblen als Co-Trainer an der Seite von Ralf Bader vertrat. So werden auch Taktik und Spielphilosophie mannschaftsübergreifend entwickelt. Kugler möchte dabei einen aktiven und temporeichen Handball spielen lassen. „Mir ist es als Trainer zudem sehr wichtig, dass wir ein eingeschworenes Team sind – nichts steht über dem Team.“ Aufgrund der Neueinteilung der Oberligen und gleich drei zugeteilten Absteigern aus der Regionalliga (Wangen, Plochingen und Blaustein) erwarten sämtliche Experten eine noch stärkere und ausgeglichenere Liga als in der letzten Saison. Am 19. September erfolgt der Saisonstart für die Drittliga-Reserve: Mit einem Heimspiel gegen Regionalliga-Absteiger TSV Blaustein.
Großer Umbruch in nochmal verjüngter Mannschaft
Umso wichtiger sind die Grundlagen, die gerade trotz der Abgänge von Sven Iberl und Tim Enninghorst in die erste Mannschaft, Noah Frensel nach Baden-Baden, Niklas Schmid (Steißlingen) sowie der vorläufigen Karriereenden von Luca Lebherz, Mats Krawietz, Quirin Köble und Cedric Zenz gelegt werden. „Es macht richtig Spaß, mit den Jungs zu arbeiten“, sagt Kugler und fügt mit einem Lächeln an: „Durch das neue Spielsystem kommen viele neue Dinge auf die Jungs zu.“ Dazu gilt es, sechs Neuzugänge zu integrieren. Allesamt seien sie schnell integriert und eine Bereicherung für das Team, weiß der HSG-Coach. Zu den Zielen befragt, gibt er zu bedenken, dass es darum ginge, so schnell wie möglich Punkte zu sammeln und in ruhiges Fahrwasser zu kommen. „Wenn wir als Team unsere Leistungsfähigkeit abrufen und performen“, ist er überzeugt, „können wir natürlich auch positiv überraschen und die Favoriten in der oberen Tabellenregion ärgern.“
