Klare Niederlage in Frankfurt

Somit beträgt der Abstand auf den Aufsteiger aus dem Emsland – und den damit verbundenen rettenden zehnten Tabellenplatz – vier Spieltag vor Saisonende nach wie vor zwei Punkte. Der Sieg der Frankfurter Eintracht im Stadion am Brentanobad war verdient, kam der SC Sand nie richtig in die Partie, wenngleich die Ortenauerinnen zumindest einen Treffer verdient gehabt hätten. Bereits nach nicht einmal acht Minuten nahm das Unheil seinen Lauf. Laura Feiersinger setzte sich über rechts durch, ihre Hereingabe fand im Fünfmeterraum Lara Prasnikar, die keine Mühe hatte, das 1:0 für die Eintracht zu erzielen. Das Tor war die logische Folge der Anfangsminuten, in denen der SC Sand kaum Ballbesitz verzeichnen konnte und die Eintracht ihr Spiel aufziehen ließ. Eine Unachtsamkeit im Mittelfeld ging dem 2:0 voran, das Laura Freigang erzielte. Erneut über die linke Sander Abwehrseite stürmte die Nationalspielerin Richtung Sander Gehäuse, Torhüterin Jasmin Pal versuchte den Angriff noch vor dem Strafraum zu unterbinden, verpasste das Leder jedoch und die torgefährliche Mittelfeldspielerin konnte ins leere Gehäuse zum 2:0-Halbzeitstand vollenden. Möglichkeiten für die Ortenauerinnen gab es durch einen Fernschuss von Noemi Gentile (14.) und nach einem Konter über Chiara Loos und Gentile, den Dörthe Hoppius nicht erfolgreich abschließen konnte. Ihr Schuss traf das Außennetz des von Nationalkeeperin Merle Frohms gehüteten Frankfurter Tores (36.). Kurz vor der Pause verhinderte Kapitänin Michaela Brandburg Schlimmeres für den SC Sand, indem sie die einschussbereite Laura Freigang in letzter Sekunde von einem weiteren Treffer abhalten konnte, der allerdings später folgen sollte. In Durchgang zwei konzentrierte sich die Eintracht auf das Verwalten des Ergebnisses, der SC Sand kam dennoch nicht besser in die Partie. Ein Alleingang von Patricia George über die linke Seite, der bei Merle Frohms endete, war bis dahin die einzig nennenswerte Chance für den Tabellenelften (65.). Im Gegenzug stolperte Sjoeke Nüsken, die zwar von zwei Sander Spielerinnen bedrängt, aber nicht berührt wurde, im Strafraum der Gäste, was Schiedsrichterin Sina Diekmann zurecht nicht als Foul ahndete. Allerdings war sich die Unparteiische wohl ihrer Entscheidung nicht sicher, denn nur Sekunden und eine Szene später zeigte sie nach einem Zupfer von Myrthe Moorrees an Camilla Küver auf den Punkt. Freigang ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte den Strafstoß in der 70. Spielminute sicher. Nur zwei Zeigerumdrehungen später eroberte Tanja Pawollek mit beherztem Einsatz an der Mittellinie den Ball für die Eintracht und erwischte die Gäste damit in der Vorwärtsbewegung. Prasnikar trieb das Leder Richtung Sander Strafraum, passte nach links auf die freistehende Freigang, die aus 14 Metern ins lange Eck zum 4:0-Endstand vollstreckte. Die Schlussminuten gehörten dann endlich dem SC Sand, der sich durch Molli Plasmann, deren Schuss die Latte traf, sowie durch Phoenetia Browne und Patricia George, die jeweils an der glänzend aufgelegten Frohms scheiterten, zumindest den Ehrentreffer verdient hätte. Nun gilt es, die Kräfte zu sammeln und kommendes Wochenende gegen Aufsteiger SV Werder Bremen, der sich mit einem 2:1-Sieg über Bayer Leverkusen wohl endgültig aus dem Abstiegskampf verabschiedet hat, dreifach zu punkten.

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