SG Ettenheimweiler/Wallburg klaut der SG Friesenheim verdient Punkte im Aufstiegskampf
Am gestrigen Sonntag traf die SG Friesenheim zuhause auf die Gäste aus Wallburg/Ettenheimweiler. Nach einem starken Rückrundenstart der Heimelf mussten die Gäste zuletzt die ein oder andere Niederlage hinnehmen. Nach dem Osterwochenende wollte man die Derbyniederlage gegen Münchweier wieder gutmachen. Im Vorfeld war man sich sicher, dass die Friesenheimer ihre Siegesserie fortsetzen würden. Doch wer die Moser-Elf unterschätzt, erlebt auf dem Platz ein böses Erwachen. Um 15 Uhr pfiff Schiedsrichter Ciltenli die Partie an. In den ersten 15 Minuten passierte zunächst wenig. Dann gab es den ersten Freistoß für die Gäste, den Spielführer Schulz scharf in den Strafraum brachte. Dort wusste sich ein Friesenheimer Verteidiger nicht anders zu helfen, als Abwehrhüne Frank zu Fall zu bringen. Der Unparteiische zögerte keine Sekunde und zeigte zurecht auf den Elfmeterpunkt. Schulz trat an und verwandelte eiskalt zur Führung. In der Folge fanden die Gäste besser ins Spiel und übernahmen zunehmend die Kontrolle. In der 30. Minute spielte der torgefährliche Nicolino einen scharfen Ball in die Mitte, der von einem Friesenheimer Verteidiger unglücklich ins eigene Tor geklärt wurde. Dabei prallte der Eigentorschütze Heck in seinen eigenen Torwart, der verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Nach dem zweiten Treffer wurde es auf der Friesenheimer Bank zunehmend unruhig. Immer wieder wurde der Schiedsrichter kritisiert, der jedoch eine klare und konsequente Linie zeigte. Schließlich wurde es ihm zu viel – der Heimtrainer sah die Gelb-Rote Karte und musste hinter die Bande. Kurz vor der Pause hatte SG-Stürmer Valentin Weber noch das 0:3 auf dem Fuß, konnte die Chance jedoch nicht nutzen. In der Halbzeit fanden die Trainer Moser und Hösel offenbar die richtigen Worte, um ihr Team optimal auf die zweite Hälfte einzustellen. In der 54. Minute klingelte es erneut im Friesenheimer Gehäuse: Nicolino nutzte einen Torwartfehler eiskalt aus und erhöhte auf 0:3. Wenig später hatte Paul Ketterer die große Chance, auf 0:4 zu stellen und die Partie endgültig zu entscheiden, vergab jedoch. Zu diesem Zeitpunkt schien das Spiel entschieden, und die Führung der Gäste war auch in dieser Höhe verdient. Doch als Spielmacher Schatz in der 71. Minute die GelbRote Karte sah und die Heimelf in der 77. Minute auf 1:3 verkürzte, witterten die Friesenheimer plötzlich ihre Chance. Kurz darauf gelang ihnen per Kopf sogar das 2:3. In der Schlussphase warfen die Gastgeber alles nach vorne, scheiterten jedoch immer wieder am Abwehrbollwerk der Moser-Elf. Am Ende blieb es beim verdienten Auswärtssieg der Gäste, die über die gesamte Spielzeit hinweg die bessere Mannschaft waren. Auch die zweite Mannschaft der SG Wallburg/Ettenheimweiler durfte an diesem Wochenende jubeln: Das Team gewann unter der Führung des neuen Spielführers Mirco Vitt ebenfalls mit 2:3. Das Spiel fand leider einen unschönen Abschluss: EinSpieler der Heimmannschaft ließ seinem Frust in regelrechter „Lama-Manier“ freien Lauf und spuckte einen Gästespieler an. Trotz des deutlich sichtbaren Vorfalls – der Speichel war sogar auf dem Trikot zu erkennen – ahndete der Schiedsrichter die Situation nicht und verzichtete auf eine Karte.
