Die U19 der HSG Konstanz muss ihre Träume von der Jugend-Bundesliga begraben.
Zwei Niederlagen in Großwallstadt gegen den TSV München-Allach (16:22) und den gastgebenden Zweitliga-Nachwuchs (15:19) bedeuteten das Aus.
„Die Enttäuschung und Ernüchterung sind natürlich sehr, sehr groß“, gestand ein geknickter Dennis Kugler. „Wir haben uns alle viel, viel mehr erhofft“, so der HSG-Coach. Doch im ersten Spiel gegen München-Allach kämpfte seine Mannschaft mit großer Nervosität und konnte ihr Potenzial kaum auf die Platte bringen. Ab dem 3:3 liefen die Konstanzer beständig einem Rückstand hinterher und mussten sich am Ende dem Meister der Regionalliga Bayern deutlich geschlagen geben. Die Abwehr konnte Kugler dennoch positiv hervorheben – offensiv lief dagegen wenig zusammen. 10 Fehlwürfe und 15 technische Fehler in den 40 Minuten Spielzeit waren nicht zu kompensieren.
So stand der HSG-Nachwuchs im letzten Spiel maximal unter Druck und musste zwingend mit mindestens fünf Toren Differenz gegen den Gastgeber TV Großwallstadt gewinnen, um in die Endrunde der vier besten Teams am Sonntag einzuziehen. „In den ersten 18 Minuten machen wir es überragend“, lobte Kugler. Mit einem furiosen Start führte sein Team 9:2 und war zu diesem Zeitpunkt eine Runde weiter. Nur zwei Gegentore in diesen ersten 18 Minuten unterstrichen die erneut sehr gute Abwehrarbeit. Zwei ärgerliche Gegentore vor dem Seitenwechsel bedeuteten mit einer 9:5-Führung gerade die benötigte Differenz.
Diese zu halten gelang nicht. Mit dem siebten Feldspieler schwamm sich Großwallstadt wieder frei, ging nach 32 Minuten das erste Mal mit 12:11 in Front und setzte sich schließlich mit 19:15 durch. Am Sonntag durfte Großwallstadt dann auch zusammen mit Köln den Einzug in die finale Runde um die Bundesliga feiern. Kugler: „Das war kein guter Quali-Tag von uns und wir haben sicherlich nicht in Bestform gespielt. Trotzdem werden wir in der Regionalliga wieder angreifen.“
