Am 8. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga steht der SC Sand vor einem wichtigen Neuanfang. Nach einem durchwachsenen Saisonverlauf und zuletzt schwierigen Wochen kam es unter der Woche zum Trainerwechsel. Mit neuen Spielideen und einer veränderten taktischen Herangehensweise soll der ehemalige Erstligist nun wieder in ruhigere Fahrwasser gelangen.
Der erste Schritt auf diesem Weg soll am kommenden Sonntag (4. Oktober 2026) beim FC Carl Zeiss Jena erfolgen. Für die Ortenauerinnen geht es dabei nicht nur um drei Punkte, sondern auch darum, nach einer bislang enttäuschenden Phase wieder Selbstvertrauen und Stabilität zu entwickeln.
Tabellarische Ausgangslage
Aktuell steht der SC Sand mit acht Punkten auf dem neunten Tabellenplatz. Der Blick auf die Spitzengruppe um Viktoria Berlin und Hertha BSC zeigt, dass der Abstand inzwischen deutlich geworden ist. Noch ist die Saison jedoch lang genug, um Boden gutzumachen.
Vor allem die vergangenen Wochen haben den Sanderinnen zugesetzt. In den zurückliegenden fünf Ligapartien blieb die Mannschaft ohne Sieg und sammelte lediglich zwei Punkte. Der jüngste Rückschlag folgte am vergangenen Wochenende im DFB-Pokal: Gegen den VfL Wolfsburg unterlag Sand deutlich mit 0:6. Dabei machten gerade die ersten 15 Minuten Mut, ehe sich die individuelle Klasse des Bundesligisten zunehmend bemerkbar machte. Nun soll der Blick nach vorne gehen. Das vorhandene Potenzial des Kaders konnte bislang noch nicht über die gesamte Spielzeit ausgeschöpft werden. Genau hier setzt die neue Zeitrechnung an.
Neue Impulse, klare Aufgabe
Die Mannschaft um Kapitänin Milena Fischer und Torjägerin Pija Reininger soll unter den neuen Impulsen wieder zu mehr Konstanz finden. Reininger hat in dieser Saison bereits fünf Liga-Treffer erzielt und gehört damit zu den wichtigsten Offensivkräften des SC Sand.
Die Aufgabe in Thüringen wird allerdings anspruchsvoll. Jena verfügt über eine Mannschaft, die ebenfalls einen personellen Umbruch hinter sich hat und nach dem Abstieg aus der Bundesliga vor einem ähnlichen Neustart steht. Für Sand geht es deshalb vor allem darum, die eigenen Qualitäten auf den Platz zu bringen, defensiv kompakter aufzutreten und offensiv wieder mehr Durchschlagskraft zu entwickeln. Ein Erfolg in Jena könnte dabei der Auftakt für eine neue Phase der Saison sein.
Bekannter Gegner mit besonderer Pokal-Erinnerung
Dass beide Mannschaften sich bestens kennen, zeigt auch der Blick zurück. Das bislang letzte Duell fand im März dieses Jahres statt – im DFB-Pokal-Viertelfinale. Damals behielt der FC Carl Zeiss Jena die Oberhand. Besonders in Erinnerung blieb ein Traumtor des SC Sand aus rund 30 Metern, das für Furore sorgte.
