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  Handball Männer  Oberliga Männer Handball  SG H2Ku Herrenberg-SG Kenzingen/Herbolzheim
Oberliga Männer Handball

SG H2Ku Herrenberg-SG Kenzingen/Herbolzheim

Michael FisslerMichael Fissler—2. März 2026

Abgebrüht, abgezockt – Punkte gehen in den Breisgau

SG H2Ku Herrenberg 1 :SG Kenzingen/Herbolzheim 1  28:33, (14:14)

„Meine Mannschaft hat heute abgebrüht gespielt und am Ende der Partie den Gegner abgezockt“ meinte der Coach der SG Kenzingen/Herbolzheim, Jürgen Brandstaeter nach der Begegnung im schwäbischen Herrenberg und fügte hinzu, dass über die gesamte Spielzeit sein Team den Willen zeigte, dass man die Punkte nach Hause in den Breisgau mitnehmen will, und dies auch in der Phase, als man Mitte der ersten Spielhälfte mit 4 Toren in Rückstand lag. Obwohl das Spiel keineswegs unfair war, wurde es geprägt von vielen Siebenmeterentscheidungen (15) und Zeitstrafen (11). Man merkte dem einheimischen Team gleich am Anfang der Partie an, dass Interimstrainer Tim Gauß vorgegeben hatte, dem Heimsieg gegen die HSG Ettlingen vor Wochenfrist einen weiteren Sieg folgen zu lassen, um sich etwas weiter von den Abstiegsplätzen absetzen zu können. Dennoch waren es die Gäste von der SG Kenzingen/Herbolzheim die die ersten Spielminuten bestimmten und nach 8 Minten mit 4:2 in Front lagen. Dann allerdings waren die Schützen des Heimteams erfolgreicher, da sich die Schützlinge von Brandstaeter ein ums andere Mal beim Torabschluss unkonzentriert zeigten. Zur Hälfte des ersten Spielabschnittes hatten sich die Schwaben einen 4-Tore-Vorsprung herausgespielt. 2 Tore von Marius Schmieder und eines von Timo Hoch brachten die Gäste wieder auf 9:8 heran. Damit waren die Breisgauer wieder auf Schlagdistanz und ließen sich auch bis zum Pausenpfiff der Schiedsrichterinnen Kamp/Riester nicht mehr abschütteln. Beim Spielstand von 14:14 ging es in die Halbzeitpause.

Hart umkämpft blieb auch fast der gesamte zweite Spielabschnitt. Von Seiten der Breisgauer war allerdings festzustellen, dass die Angriffe konsequenter abgeschlossen wurden. Die Abwehrreihe der Breisgauer, um Abwehrrecke Fabian Murtschler stand nun gut und im Kasten der Gäste zeichnete sich Adrian Ohnemus mit mehreren guten Paraden aus. Schwierigkeiten bereite der gegnerischen Abwehr vermehrt die taktische Variante des Coachs der Breisgauer, mit zwei Kreisläufern zu agieren, zumal das Brüderpaar Timo und Patrick Hoch diese Aufgabe hervorragend umsetzte. Die dadurch entstehenden Lücken im Abwehrverbund der SG H2Ku nutzten die Rückraumspieler Marius Schmieder und Oliver Bührer einzunetzen, sodass die Gäste ab der 40.Minute immer, wenn auch nur knapp mit einem oder zwei Toren in Front lagen. Die beiden Außenspieler Jakob Künstle und Noel Fess profitierten ebenfalls von dieser Maßnahme ,sodass auch sie freigespielt wurden und das Spielgerät konsequent im Netz der Einheimischen unterbrachten. Beim Spielstand von 28:28 in Minute 55 war die Chrunchtime angebrochen. Zu einem Siebernmeter der Einheimischen beim Spielstand von 28:29 in Spielminute 57, wechselte Brandstaeter Goalie Nils Kunzer ins Tor der Gäste ein, der auch prompt diesen Strafwurf der Herrenberger parierte. Was in der Restspielzeit folgte war, bei hektischen Versuchen der Einheimischen, 4 Balleroberungen der Gäste, gepaart mit 4 Torerfolgen in Folge, sodass am Ende die Anzeigetafel einen 33:28 Auswärtssieg der Breisgauer anzeigte. Letztendlich hat es das Team aus dem Badischen verstanden seine Routine, gerade in den entschiedenen letzten Minute aufs Parkett der Sporthalle zu bringen und nahm die zu vergebenden Punkte aus dem Schwabenland mit zurück ins Badische.

Mannschaftsaufstellungen und Torschützen des Spieles:

SG Kenzingen/Herbolzheim:

Nils Kunzer (TW), Adrian Ohnemus (TW), Oliver Bührer (10/3), Marius Schmieder (7),

Jakob Künstle (5/1), Patrick Hoch (3), Timo Hoch (3), Noel Fees (3), Alexandre Weiss (2), Nikolai Guth, Fabian Mutschler, Max Mutschler, Alexandre Wolf, Jürgen Brandstaeter (C)

SG H2Ku Herrenberg:

David Herz (TW) (1), Nico Sauer (TW), Nick Wittke (7/4) Paul Lewe (6), Luca Kälbly (4/2),

Lukas Krebs (3), Finn Böhm (2), Florian Dannenberg (2), Leon Fischer (1), Tim Frommer (1),

Moritz Werner (1), Sven Jacobs, Yanick Bross, Andreas Kohler, Tim Gauß (C)

Schiedsrichter:

Nadja Kamp/Fabienne Riester – beide TSV Mimmenhausen

Gelbe Karten:

SG Kenzingen/Herbolzheim:

Badra Samaloussi (Co) (57.Min.)

SG H2Ku Herrenberg:

Paul Lewe (5.Min.), Lukas Krebs (9.Min.)  

2-Minuten-Strafen:

SG Kenzingen/Herbolzheim:

Patrick Hoch (9.+36.Min.), Timo Hoch (21.+46.Min.), Fabian Mutschler (25.Min.),

Oliver Bührer (35.Min.) 

SG H2Ku Herrenberg:

Lukas Krebs (25.Min.), Nick Wittke (30.+55.Min.), Luca Kälbly (41.Min.), Yanick Bross (49.Min.)     

Siebenmeter:

SG Kenzingen/Herbolzheim: 4/6

SG H2Ku Herrenberg: 6/9

SG Kenzingen/HerbolzheimSG H2KU Herrenberg
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