Quali zur Bundesliga geschafft
Mit einer starken Leistung holte sich die U19 der HSG Konstanz den Turniersieg in Pforzheim und qualifizierte sich damit bereits fix wieder für die Regionalliga Baden-Württemberg. Außerdem darf sie als eines von zwei Teams aus Baden-Württemberg weiter um die Bundesliga-Qualifikation spielen.
Bis es soweit war, entwickelte sich jedoch ein echtes Drama. Das Auftaktspiel diente dem Drittliga-Nachwuchs vom Bodensee noch dazu, die Anfangsnervosität abzulegen und in die Endspiele hineinzufinden. Mit einem 16:12-Erfolg gegen den TSV Deizisau und deutlichen 32:16 gegen die Handballregion Bottwar marschierten die HSG-Talente durch die Vorrundengruppe. In der Parallelgruppe dominierte die SG Pforzheim/Eutingen II, verstärkt durch einige Spieler aus dem Bundesliga-Kader, im Gleichschritt.
Das Duell der beiden Gruppensieger gestaltete sich zu einem dramatischen Auf und Ab für beide Seiten. Zunächst lag die HSG mit 4:8 im Hintertreffen, um dann wieder mit drei Toren vorzulegen. In den letzten drei Minuten gelang es den Gelb-Blauen dann nicht, ihre Zwei-Tore-Führung über die Ziellinie zu bringen. Die Gastgeber kamen noch zum 16:16-Ausgleich. Ein Sieg hätte die Konstanzer schon vorzeitig zum Ziel gebracht – so war klar, dass es zwischen diesen beiden Mannschaften in ihren jeweils letzten Spielen zu einem Wettschießen kommen würde. Am Ende sollte die Tordifferenz den Ausschlag geben.
Zunächst war Konstanz gegen die HSG Willstätt/Hanauerland gefordert und musste möglichst viele Treffer vorlegen, zumal Pforzheim sein Gruppenspiel gegen die Ortenauer (Ergebnismitnahme aus der Vorrunde) mit drei Toren mehr gewonnen hatte als die HSG ihr Match aus der Vorrunde gegen Deizisau. So drückte das Team von Dennis Kugler von der ersten bis zur letzten Minute voll aufs Tempo und nutzte auch noch die letzten Sekunden des Spiels, um in 30 Spielminuten mit 25:11 eine echte Messlatte für Pforzheim vorzulegen. Die Ausgangslage vor dem letzten Spiel: Gewinnt die SG aus der Goldstadt nicht mit mehr als zehn Treffern oder wirft bei einer Tordifferenz von elf Toren nicht mehr als 22 Tore, steht die HSG sicher in der Regionalliga sowie der Bundesliga-Qualifikation. Deizisau wehrte sich tapfer nach Kräften und konnte den Rückstand lange im Rahmen halten. Erst in den letzten drei Minuten kam Pforzheim das erste Mal in die Nähe des erforderlichen Ergebnisses (20:10). 36 Sekunden vor Schluss erhöhte die SG auf 22:11 und hatte noch die Chance auf den letzten benötigen Treffer. Dieser gelang nicht mehr. Bei gleicher Punktanzahl und Tordifferenz entschied somit ein mehr erzieltes Tor zu Gunsten der HSG: Platz eins, Turniersieg – und damit den einzigen direkten Platz für die Regionalliga Baden-Württemberg sowie die Bundesliga-Qualifikation gesichert. Am 9./10. Mai geht es dort auf überregionaler Ebene weiter. „Die Freude war riesengroß“, berichtete Kugler. „Die nächsten Wochen werden wir nutzen, um uns weiter einzuspielen. Das war ein gutes erstes Turnier, mit dem wir weiter den großen Traum von der Bundesliga leben dürfen.“
